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Archive for September 2011

In unserem Newsletter wollen wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und unsere Aktivitäten zum Schutz der Ziesel beim Wiener Heeresspital, die nach wie vor durch ein geplantes Bauprojekt bedroht sind, informieren.

Treffen mit SPÖ-Bezirkspolitikern

Am 27.9.2011 gab es ein erstes Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der SPÖ-Floridsdorf, angeführt von Bezirksvorsteher Heinz Lehner, und der Bürgerinitiative IGL-Marchfeldkanal. In einem konstruktiven Gespräch wurden die gegenseitigen Standpunkte bezüglich der durch das Bauprojekt nördlich des Heeresspitals bedrohten Ziesel dargelegt.

Wir konnten erstmals seit dem nunmehr zweijährigen Bestehen unserer Bürgerinitiative den Eindruck gewinnen, dass wir als kompetente Gesprächspartner respektiert wurden. BV Lehner versicherte, dass der SPÖ die uneingeschränkte Einhaltung des Wiener Naturschutzgesetzes ein wichtiges Anliegen ist. Zugleich verwies er darauf, dass der Ball jetzt bei der Naturschutzbehörde liege und die Bezirkspolitik in der Sache nicht mehr zuständig sei.

Zusammenfassend meinen wir, dass innerhalb der SPÖ nun ein Nachdenkprozess bezüglich des Festhaltens an den Verbauungsplänen nördlich des Heeresspitals in Gang gekommen sein könnte.

Ziesel-Gutachten

Die schon mit Spannung erwartete Expertise bezüglich der Ziesel-Population beim Wiener Heeresspital, die von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 bei der Universität Wien beauftragte wurde, ist fertiggestellt. Über den Inhalt sind jedoch noch keine Details bekannt. Das Gutachten soll im Floridsdorfer Umweltausschuss der Bezirkspolitik vorgestellt werden. Bezirksvorsteher Lehner hat zugesichert, dass auch Vertreter der IGL Marchfeldkanal dieser Präsentation beiwohnen dürfen.

Die Ziesel in den Medien

Die bedrohten Ziesel beim Heeresspital sind seit Juni 2011 ein medialer Dauerbrenner. Auf unserer Homepage finden Sie dazu jetzt unter „Medienschau“ eine ausführliche Auslistung aller Artikel mit Bezug auf das Gebiet nördlich des Heeresspitals.

Unterstützen auch Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

Wir sammeln nach wie vor Unterstützungserklärungen für ein Naturschutzgebiet rund um das Heeresspital zum Schutz der dort lebenden Ziesel.

Das Unterschreiben ist einfach!

  • Formular herunterladen und ausfüllen,
  • einscannen oder fotografieren
  • und per E-Mail an uns zurückschicken.

Vielen Dank!!

Wir freuen uns auch über Unterschriften aus dem Kreis ihrer Familie, Freunde und Bekannten, die ebenfalls unser Anliegen teilen.

Bitte füllen Sie die Unterschriftsliste vollständig aus – nur dann ist sie relevant. Die Daten werden nicht weitergegeben.

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Die große Ziesel-Kolonie beim Wiener Heeresspital ist nach wie vor durch ein Bauprojekt massiv gefährdet. Ca. 1.000 Wohnungen sollen im Lebensraum der Tiere errichtet werden und das obwohl die Ziesel an erster Stelle der Roten Liste in Österreich stehen.

Die Bürgerinitiative IGL-Marchfeldkanal setzt sich jetzt für diese Ziesel ein und fordert die Umwidmung der Habitatsflächen in ein Naturschutzgebiet. Das Sammeln von Unterstützungserklärungen ist indes schon sensationell angelaufen!

Was bisher (nicht) geschah

Das in 2009 bereits zum Planungszeitpunkt bekannte, dichte Vorkommen der Tiere auf Teilen des Widmungsgebiets blieb in der Flächenwidmung unberücksichtigt. Auch in der Folge, als sich die Hinweise auf die fortgeschrittene Verbreitung der Ziesel auf umliegende Flächen mehrten, wurden keine wirksamen Maßnahmen zum Schutz der Tiere gesetzt.

Als schließlich heuer im Juni erste Medien vom bedrohten Ziesel-Vorkommen beim Heeresspital berichteten, wurde leider zugleich auch ein unrühmlicher Tiefpunkt im Umgang mit den wehrlosen Tieren erreicht. Trotz des strengen Schutzes, den die Ziesel nach dem Naturschutzgesetz am gesamten Stadtgebiet genießen, sollte die gesamte Brache nördlich des Heeresspitals, zu ungewöhnlicher Jahreszeit, gepflügt werden.

Diese für die „prioritär bedeutenden“ Ziesel fatale Aktion, welche die Vernichtung des Lebensraums und damit der Existenzgrundlage der Tiere bedeutet hätte, konnte erst durch die Intervention von beherzten Tierschützern und Anrainern verhindert werden. Tatkräftige Unterstützung kam insbesondere auch von Madeleine Petrovic, der Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. Mehr Infos dazu finden Sie in der „Tierfreund“-Sommerausgabe auf Seite 13.

Pro Naturschutz

Wien will auch künftig seinen Ruf als Hauptstadt des Tierschutzes wahren. Daher darf sich in unserer Stadt Artenschutz nicht auf das Administrieren von Statistiken beschränken. Vielmehr ist es aufgrund der Ereignis-Chronologie rund um die Ziesel beim Heeresspital nun hoch an der Zeit, wirksame Schritte zu deren Schutz zu setzen.

In Anbetracht des akuten Gefährdungszustands der Ziesel in Österreich, versteht es sich von selbst, dass weitere Experimente mit den Tieren schlicht unverantwortlich und daher abzulehnen sind. Die Tiere müssen, so wie es auch das Wiener Naturschutzgesetz vorsieht, dort geschützt werden, wo sie leben.

Zudem haben neben den Ziesel weitere geschützte Tiere wie Feldhamster, geschützte Fledermausarten und geschützte Vogelarten in diesem Areal ihren Lebensraum und unterstreichen so eindrucksvoll dessen hohe ökologische Bedeutung.

Die IGL-Marchfeldkanal tritt daher für eine Widmung der Flächen nördlich und südlich des Heeresspitals, sowie der Grünflächen am Heeresspitals-Gelände, in ein Naturschutzgebiet ein. Es soll jene Form von Naturschutzgebiet verfügt werden, die am besten geeignet ist, den Schutz und die Förderung der Ziesel nachhaltig zu gewährleisten. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand wäre ein Natura 2000 Gebiet gemäß der EU-FFH-Richtlinie eine geeignete Option.

Informations- und Unterschriftenaktion

Wir engagieren uns nun mit ganzer Kraft für das notwendige Naturschutzgebiet beim Heeresspital. Dazu verteilen wir Informationsmaterial und sammeln Unterstützungserklärungen der Bürgerinnen und Bürgern.

Zu unserer großen Freude ist die Aktion bereits sehr gut angelaufen. Die bereits beachtliche Zahl an Unterschriften und die vielen positiven Begegnungen schon nach wenigen Tagen sind wirklich überwältigend!

Helfen Sie mit!

Unterschreiben Sie für ein Naturschutzgebiet zum Schutz der Ziesel beim Heeresspital und sammeln auch Sie Unterstützungserklärungen! Laden Sie dazu das Formular von unserer Homepage herunter. Die unterschriebenen Listen können Sie uns entweder persönlich übergeben oder eingescannt per E-Mail zuschicken.

Wenn Sie unsere Flyer verteilen oder auflegen möchten, kontaktieren Sie uns bitte ebenfalls per E-Mail.

Vielen Dank für Ihr aktives Mitwirken!!

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Ist das Schicksal der großen Ziesel-Population beim Wiener Heeresspital besiegelt? Obwohl ein von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 beauftragtes Expertengutachten noch gar nicht vorliegt, zeigt ein jetzt im Internet aufgetauchtes Dokument, dass die hochriskante Absiedlung der streng geschützten Tiere eine längst ausgemachte Sache sein dürfte.

Danach wäre der Weg frei für zunächst 1.000 neue Wohnungen nördlich des Heeresspitals. Bei Fortsetzung dieses „kreativen“ Umgangs mit dem Naturschutz, könnten nach Schließung des Heeresspitals dort letztlich bis zu 6.000 Wohnungen im ehemaligen Lebensraum einer streng geschützten Art entstehen.

Schnäppchen-Alarm !

Der entscheidende Hinweis findet sich auf der Webseite der für Kasernen- und Liegenschaftsverkäufe des Bundesheeres verantwortlichen SIVBEG, wo seit Ende August 2011 ein  „preiswertes“ Grundstück (Google-Link) in Wien angeboten wird. Das 16.384 m2 große Areal befindet sich zwischen der Ostgrenze des Heeresspitals und dem Weg entlang des Marchfeldkanals und ist zur Gänze als „Schutzzone Wald – Wiese“ gewidmet. Es ist somit nicht für Wohnbau verwertbar, was sich zusammen mit fehlender Aufschließung und starker Verbuschung im extrem niedrigen Mindestkaufpreis von 130.800 Euro (8 Euro pro m2) niederschlägt. Ein klassischer Ladenhüter?

 

Nein, denn bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, wo der wahre Wert der Fläche liegt. Aufgrund des dichten Buschwerks haben sich dort, im Gegensatz zu den angrenzenden Arealen, noch keine Ziesel ausgebreitet. So scheint das Grundstück geradezu verlockend, um nach dem Roden der Büsche und dem Anbau einer „zieselgerechten“ Kurzrasenvegetation, die „lästig“ gewordenen Nager vom Feld nördlich des Heeresspitals dorthin abzusiedeln.

Entscheidung bereits gefallen ?

In Anbetracht des ungewöhnlichen Offerts drängt sich also die Vermutung auf, dass im Hintergrund bereits Entscheidungen getroffen wurden, um das Projekt nördlich des Heeresspitals, trotz der Ausbreitung der streng geschützten Ziesel, zu Gunsten der Bauwirtschaft zu retten. Ob diese Gespräche jedoch unter der Prämisse einer bestmöglichen Einhaltung des Naturschutzes geführt wurden, sei der Fantasie des Lesers überlassen.

Der Quadratmeterpreis von 8 Euro ist in jedem Fall als verblüffend günstig einzuschätzen. Zwar handelt es sich dabei um einen Mindestpreis, doch wird die Zahl der abgegebenen Gebote wohl überschau bleiben und der erzielte Schnäppchenpreis die Portokasse des Käufers – so ein Glück auch – nicht übermäßig strapazieren. Dass hier womöglich Eigentum der Republik Österreich viel zu billig den Besitzer wechselt, wird keinem der Geschäftspartner den Schlaf zu rauben.

Ziesel-Gutachten: Dead On Arrival ?

Fest steht, das von der MA 22 beauftragte Fachgutachten bezüglich des Ziesel-Vorkommens am und rund um das Heeresspital liegt bis dato nicht vor. Ob diese Expertise schon bei Abgabe de facto obsolet ist, wird sich zeigen, wenn in der Folge das weitere Vorgehen bezüglich des Erhalts der gefährdeten Ziesel-Population publik wird.

Sollte von den Behörden tatsächlich grünes Licht zur völlig unverantwortlichen Absiedlung der Ziesel in den schmalen Streifen entlang des Marchfeldkanals gegeben werden und „rein zufällig“ gerade eine „passende“ Destination zur Hand sein, so wird bei Beobachtern wohl unweigerlich der Eindruck entstehen, dass die Entscheidung auf Drängen von einflussreicher Seite zustande kam und die Vorbereitungen tatsächlich schon seit Wochen im Laufen waren.

Künftig wäre es geradezu makaber, wenn im Internet bei Suche nach „Ziesel“ ein wissenschaftliches Papier auftaucht, das von einer prosperierenden Ziesel-Kolonie beim Heeresspital berichtet, dort jedoch längst nur mehr lebloser Beton anzutreffen ist und bloß ein Straßenschild „Zieselweg“ als stummes Mahnmal an verantwortungslosen Umgang mit Naturschutz erinnert.

FORTSETZUNG FOLGT …

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Im Jahr 2009 wurde die heftig diskutierte Flächenwidmung nördlich des Heeresspitals, Grundlage für mehr als 1.000 neue Wohnungen direkt am Marchfeldkanal, in rekordverdächtiger Zeit begutachtet. Wie sich nun gut zwei Jahre später herausstellt, wurde dabei dem Thema Naturschutz, insbesondere den streng geschützten Zieseln am Heeresspital-Gelände, offensichtlich leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Denn in nur zwei Wochen, noch dazu mitten im Urlaubsmonat August, alle Aspekte eines Leitprojektes mit erheblichen Auswirkungen auf Stammersdorf und die Achse Brünnerstraße zu prüfen – das erstaunt schon einigermaßen. So wissen gelernte Bürger, dass die behördliche Bearbeitung weitaus einfacherer Anträge in der Praxis mehr als 14 Tage dauern kann. Auch Floridsdorfer Bezirkspolitiker kritisierten seinerzeit den unnachvollziehbaren Zeitdruck, den sich die Stadtplanung hier selbst auferlegt hatte.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass auch die Anzahl der geplanten 1.000 Wohneinheiten, quantitativ beispielsweise vergleichbar etwa mit dem Wohnpark Donaucity, nach wie vor Gegenstand intensiver Diskussionen ist.

Zieseln am Heeresspitalgelände schon lange bekannt

Wie bereits berichtet, erstreckt sich die neue Flächenwidmung auch zum Teil auf den hinteren Grünbereich des Wiener  Heeresspitals und sieht dort mehrere Wohngebäude vor. Der Ankauf dieser Flächen durch die Bauträger befindet sich derzeit in der Endphase.

Die Existenz einer beachtlich großen Ziesel-Population auf den Gründen des Heeresspitals, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Selbst ehemaligen Grundwehrdienern, deren Präsenzdienst im Heeresspital schon halbe Ewigkeiten zurückliegt, sind die Tiere in Erinnerung geblieben.

Ziesel stehen nach dem Wiener Naturschutzgesetz unter strengem Schutz. Sie genießen im gesamten Wiener Stadtgebiet Lebensraumschutz, was bedeutet, dass jeder Eingriff in deren Lebensraum, der den Fortbestand der Tiere gefährden könnte, strikt untersagt ist.

Daher ist die Frage zu stellen, auf welcher Grundlage es überhaupt möglich war, einen Teil des hinteren Heeresspital-Areals, wo das am meisten vom Aussterben bedrohte Säugetier Österreichs in großer Dichte bekanntermaßen vorkommt, in Bauland umzuwidmen?

Dazu kommt, dass ein schlichter Maschendrahtzaun die Tiere nicht daran hindern kann, auf angrenzende Flächen abzuwandern. So ist letztlich die zwischenzeitliche Besiedlung des brach liegenden Feldes nördlich des Heeresspitals durch die Zieseln nicht überraschend und wäre daher als ein wahrscheinliches Szenario zu berücksichtigen gewesen.

Die Rolle der MA 22

Dass die große Ziesel-Population am Heeresspital der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 im August 2009 noch nicht bekannt war, ist wohl nahezu auszuschließen. Zudem hätte nur einziger Lokalaugenschein vor Ort, bei einer Widmung dieser Größenordnung sicher gängige Praxis, das Faktum ans Tageslicht gebracht. Hingegen scheint es wahrscheinlicher, dass die Einbindung der MA 22 auf ein formal notwendiges Minimum beschränkt war und eine Überprüfung des Plandokuments hinsichtlich Natur- und Artenschutz, wenn überhaupt, nicht im erforderlichen Umfang stattgefunden hat.

Laut Internetseite der MA 22 sind deren Aufgaben in Flächenwidmungsverfahren klar definiert: „Die Wiener  Umweltschutzabteilung (MA 22) ist in das Verfahren zur Erstellung der Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne eingebunden. In diesem – aus mehreren Verfahrensschritten bestehenden – Verfahren überprüft die MA 22 die Übereinstimmung der Planungen mit den Zielen des Umweltschutzes.“

Manche Beobachter fragen sich jedoch, ob die Wiener Umweltschutzabteilung von der Umwidmung überhaupt erst nachträglich erfuhr, als den Zuständigen gemeldet wurde, dass ein Ziesel-Vorkommen nördlich des Heeresspitals durch großflächiges Pflügen in seinem Lebensraum existenziell bedroht wurde.

Die nicht im Einklang mit dem Wiener Naturschutzgesetz stehenden Auswirkungen des Bauprojekts auf die Ziesel-Population am  Heeresspital-Areal und die im Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm „Netzwerk Natur“ ausführlich dokumentierte ökologische Bedeutung des gegenständlichen Widmungsgebietes, hätten wohl die Durchführung einer  strategischen Umweltprüfung  vor Ausarbeitung des Plandokuments als eine vertretbare und sinnvolle Maßnahme gerechtfertigt.

Nun ist die Politik gefordert

Aufgrund der aus Sicht des Artenschutzes gravierenden Mängel in der aktuellen Flächenwidmung nördlich des Heeresspitals, sind nun die politisch Verantwortlichen gefordert. Klar ist: Das Plandokument, welches dichten Wohnbau im Lebensraum der streng geschützten Ziesel vorsieht, ist so nicht realisierbar und bedarf somit einer signifikanten Überarbeitung.

Wir fordern ein vollständiges Neuaufrollen der Flächenwidmung, wo insbesondere sämtliche Naturschutz-relevanten Erfordernisse einfließen. Angesichts der Größe der Ziesel-Population am Heeresspital und der bereits fortgeschrittenen Ausbreitung auf angrenzenden Feldern, dem Vorkommen weiterer geschützter Arten, wie etwa dem Feldhamster und der wertvollen ökologischen Vielfalt im Widmungsgebiet, tritt die IGL-Marchfeldkanal für die Umwandlung des Gebiets in ein EU-Natura-2000-Schutzgebiet ein.

Pro Artenschutz!

Die gegen eine Widmung als Naturschutzgebiet reflexartig vorgebrachte Kritik, wonach Anrainer die streng geschützten Zieseln nur vorschieben um das Bauprojekt nördlich des Heeresspitals zu verhindern, geht natürlich ins Leere.

Einerseits sind die offensichtlichen Defizite der aktuellen Flächenwidmung bezüglich des Artenschutzes, klarerweise nicht von den Bürgern zu verantworten. In Kenntnis der großen Ziesel-Population am Heeresspital-Areal, das zum Teil im Widmungsgebiet liegt, hätte eine detailliertere Naturschutzprüfung schon im Vorfeld viele Probleme und Alternativen aufzeigen können.

Andererseits dokumentiert das Vorgehen in einem ähnlichen Projekt, dass Artenschutz nicht zu Gunsten von Wohnbau zurückzustellen ist. Auf den ehemaligen Radio Austria Gründen in Favoriten war ebenfalls der Fortbestand der dortigen Ziesel-Population, in einem zum Feld nördlich des Heeresspitals vergleichbaren Ausmaß, von einem geplanten Bauvorhaben gefährdet. Durch einen einstimmigen Beschluss im Wiener Gemeinderat wurde jedoch das Areal in ein Naturdenkmal umgewandelt und so der Fortbestand der Tiere in ihrem Lebensraum nachhaltig sichergestellt.

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