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Archive for Mai 2013

Dubioser Verkaufsschacher um Floridsdorfer "Ziesel-Gründe"?Dubioser Verkaufsschacher um Floridsdorfer Ziesel-Gründe” titelte kürzlich ein aufschlussreicher Artikel in der Kronen Zeitung. Nun sagt Wien zum Artenschutz endgültig Tschüss. Wie befürchtet winkte die Naturschutzbehörde MA 22 die Ziesel-Umlenkung beim Heeresspital durch und markierte damit einen absoluten Tiefpunkt im Umgang mit dem Naturschutz.

Flankiert wurde der Entscheid durch gezieltes Einschalten einer gut vernetzten PR-Agentur. Der Öffentlichkeit servierte man ein wild-romantisches Luftschloss voll idyllischer Ausgleichswiesen und zärtlicher Eingriffe. In der Realität könnte es am Marchfeldkanal allerdings schon bald heftig zur Sache gehen.

Bei einer geführten Wanderung am 15. Juni können Sie sich persönlich ein authentisches Bild vom betroffenen Biotop und den inakzeptablen Ersatzflächen machen. Setzen Sie mit Ihrer Teilnahme ein Zeichen für ehrlichen und konsequenten Naturschutz!

Floridsdorf lehnt „Komplettpaket“ der Stadt Wien ab

Mit Ausgleichsflächen und rechtskräftiger Lizenz zur Vernichtung wertvollen Lebensraums liefert die Stadt Wien ein „Komplettpaket“. Das ist von Floridsdorf allerdings nicht gewünscht. Denn bekanntlich forderte das lokale Bezirksparlament mehrheitlich die Absiedlung des Bauprojekts. Umliegend des Heeresspitals soll nach dem mehrheitlichen Willen der Volksvertreter ein Naturschutzgebiet etabliert werden.

Jetzt liegt es an der Floridsdorfer Politik mit Nachdruck die Umsetzung ihrer Beschlüsse von der Gemeinde Wien einzufordern.

Undurchführbarer Plan neu aufgewärmt

Weit verstreute Ausgleichsflächen für die Heeresspital-ZieselGefeiert als großer Durchbruch, entpuppt sich die präsentierte Lösung rasch als alter Wein in neuen Schläuchen. Unverändert will man die Ziesel auf die selben weit verstreuten, teils abgelegen und ungeeigneten Ausgleichsflächen umlenken.

>> Ausgleichsflächen sehen und staunen <<

Ist ein erster Teil der Tiere dort angekommen, beginnt die sukzessive Vernichtung ihres angestammten Lebensraums um auch die übrigen Artgenossen zu vertreiben. Verbliebene Individuen, die sich dem „sanften Druck“ des Pflugs widersetzen, will man kurzerhand einsammeln und abtransportieren.

Nach dem selben Muster wird auch die ebenfalls beheimatete Feldhamster-Population delogiert, bekannte Vorkommen von Zauneidechse und Wechselkröte womöglich gar ignoriert. Allesamt sind sie streng geschützte Arten – Biodiversität unerwünscht!

Neu ist lediglich, dass im Falle des Scheiterns der Absiedlung, zusätzliche Überbrückungen des Marchfeldkanals errichtet werden sollen, um so die lästigen Tiere doch noch irgendwie los zu werden. Ein dichtes Vorkommen beim Heeresspital, war schon vor Beginn der Planungen bekannt, fiel aber im Widmungsverfahren unter den Tisch . Die betroffenen Ziesel sollen wohl um jeden Preis der Welt ihren Lebensraum verlieren.

Den größten Teil der Flächen stellt die Gemeinde Wien selbst zur Verfügung. Verbuschte Uferböschungen am Marchfeldkanal, deren Rodung nun zumindest teilweise zu befürchten ist, werden von der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal beigesteuert.

Wien ist anders: Mit Public Relations kontra Naturschutz

Braucht es beim Thema Naturschutz die Einschaltung einer PR-Agentur, muss wohl ordentlich Feuer am Dach sein.

Zur Rettung des Mega-Bauprojekts beim Heeresspital vertraut man auf Dienste eines Ex-SPÖ-Bundesgeschäftsführers, dessen Agentur voll und ganz auf „Story Telling“ spezialisiert ist.

Es sind aber nicht die von der Kronen Zeitung recherchierten Fakten, die im Mittelpunkt der „Auftrags-Geschichterln“ stehen. Vielmehr soll die öffentliche Meinung gezielt jenen notwendigen Spin bekommen, damit die Verantwortlichen ohne Imageverlust ein in Schieflage geratenes Vorhaben doch noch durchpeitschen können.

Auftrags-PR gegen die Interessen objektiv vom Aussterben bedrohte Tiere markiert zweifellos einen deprimierenden Tiefpunkt im Umgang mit schützenswerten natürlichen Ressourcen und letztendlich auch im Umgang mit den Bürgern. Eine Erkenntnis, die man angesichts grünen Aufwinds in der österreichischen Politik nicht für möglich halten würde.

Lichtblick Ziesel-Petition

Ziesel-Petition für Naturschutzgebiet beim Heeresspital Wien - Jetzt unterstützen!Enorme Resonanz gab indes für die erst kürzlich initiierte Petition zum Schutz der Ziesel-Population beim Heeresspital. Mit ihrer Forderung nach Umsetzung der Floridsdorfer Beschlüsse, konnte sie bereits mehr als 1.000 Unterstützungserklärungen gewinnen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Wienerinnen und Wienern, die mit ihrer Unterschrift ein engagiertes Zeichen für konsequenten Naturschutz und respektvollen Umgang mit streng geschützten Arten und ihrer Lebensräume setzen.

Unterschreiben auch Sie! Ab sofort ist es auch bequem per Fax möglich.

Ziesel-Wanderung am 15. Juni – Sei dabei!

Zieselwanderung am Marchfeldkanal beim Heeresspital Wien 2013-06-15War’s das nun mit den Zieseln beim Wiener Heeresspital? – Natürlich nicht, solange der gemeinsame Kampf für den Erhalt einer der letzten großen Populationen Österreichs unvermindert weitergeht.

Schon am 15. Juni haben Sie Möglichkeit hautnah das faszinierende Naturjuwel am Marchfeldkanal, dessen Ende von der Stadt Wien zuletzt eingeläutet wurde, hautnah zu erleben.

Lernen Sie im Rahmen eines geführten Spaziergangs alle Besonderheiten von Flora und Fauna des Biotops nächst dem Heeresspital kennen und machen Sie sich selbst ein Bild von den inakzeptablen, weitläufig verstreuten Ausgleichsflächen, wohin die streng geschützten Ziesel absiedelt werden sollen.

Neben dem Ziesel, haben weitere streng geschützte und seltene Arten wie Feldhamster, Zauneidechse, Wechselkröte, Neuntöter oder Nachtreiher dort ein Rückzugsgebiet gefunden. Ein schützenswertes Naturjuwel, wo es vieles zu entdecken gibt, erwartet Sie!

Wann: Samstag, 15. Juni 2013, 15:00 Uhr

Wo: Johann-Orth-Platz, 1210 Wien (Ecke Inge-Konradi-Gasse/Weilandgasse)

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Der Treffpunkt befindet sich nahe der Endstation der Straßenbahnlinie 31. Vor und nach der Ziesel-Wanderung ist für ihr leibliches Wohl und reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Mit ihrer Teilnahme an dem Spaziergang zeigen Sie, dass Wiener Bürgerinnen und Bürger von der Wiener Stadtregierung eine gänzlich andere Art von Naturschutz erwarten, als dies zur Zeit praktiziert wird!

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Ziesel mit markanter Feldfärbung beim Heeresspital Wien, (C) www.ziesel.org

Frühlingsgefühle bei den Stammersdorfer Zieseln am Marchfeldkanal

Eine Welle der Empörung schwappte über das Land. Österreichs unverständliches Abstimmungsverhalten gegen das EU-Verbot bestimmter Pestizide, die im Verdacht stehen für das Bienensterben mitverantwortlich zu sein, zeigte eines nur zu deutlich: Noch immer stehen partikuläre Interessen über jenen des Naturschutzes. Erfreulicherweise war aber Umweltminister Berlakovich den triftigen Argumenten zugänglich und lenkte zwischenzeitlich ein.

Auch beim Wiener Heeresspital bahnt sich ein vergleichbares Fiasko an. Obwohl landesweit massiv vom Aussterben bedroht und streng geschützt, soll dort eine der letzten großen Ziesel-Populationen einem monströsen Bauprojekt weichen.

Mehrheitsbeschlüsse des Bezirksparlaments Floridsdorf, wonach das Vorhaben an anderer Stelle realisiert und ein Naturschutzgebiet für die bedrohten Tiere eingerichtet werden soll, werden seitens der Stadt Wien ignoriert.

Vielen Dank an die zahlreichen Wienerinnen und Wiener, die die Petition für die Umsetzung des geforderten Naturschutzgebietes bereits unterzeichnet haben! Ab sofort besteht nun auch die Möglichkeit, die Unterstützungslisten bequem per Fax zu übermitteln.

Ziesel-Schutzgebiet unterstützen! – So geht’s:

Ziesel-Petition für Naturschutzgebiet beim Heeresspital Wien - Jetzt unterstützen!

  • Formular herunterladen (Link) und ausdrucken
  • Vollständig und leserlich ausfüllen
  • Per Fax oder Post an die am Formular angegebene Nummer bzw. Adresse senden
  • Vielen Dank für Ihr Zeichen für konsequenten Natur- und Artenschutz!

Bitte beachten:

  • Die Unterstützerinnen und Unterstützer müssen ihren Hauptwohnsitz in Wien haben und zum Zeitpunkt der Unterzeichnung mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Bitte auch dann unterschreiben, wenn bereits die vorangegangene Petition unterstützt wurde.
  • Bei Zusendung per Fax bitte unbedingt den Vermerk „z.Hd. Pressestelle“ anbringen.

Ziesel beim Heeresspital sind einzigartig!

Ziesel mit hellem Farbschlag beim Heeresspital Wien - April 2013, (C) www.ziesel.org

Heeresspital-Ziesel mit hellem Kopf und weißen Schwänzchen

Bereits im Vorjahr äußerte die Forscherin Dr. Ilse Hoffmann, die im Auftrag der Bauträger das Ziesel-Vorkommen untersucht, in einem Bericht an die Wiener Umweltschutzabteilung die Vermutung, dass die Population einer bislang unbekannten Unterart angehören könnte. Sowohl beobachtete Fellfärbung, als auch signifikante Unterschiede in den Körpermaßen würden darauf hindeuten.

Aktuelle Fotos (siehe oben), aufgenommen am Feld nördlich des Heeresspitals, zeigen erneut Individuen, deren farbliche Erscheinung sich spektakulär von jener „gewöhnlicher“ Ziesel unterscheidet. Ebenso weisen manche der Tiere blaue Augen auf.

Ziesel-Wanderung am 15. Juni – Seien Sie dabei!

Zieselwanderung am Marchfeldkanal beim Heeresspital Wien 2013-06-15Lernen Sie im Rahmen eines geführten Spaziergangs die Besonderheiten von Flora und Fauna des Stammersdorfer Marchfeldkanal-Abschnitts, nahe dem Heeresspital, kennen.

Neben dem Ziesel, haben weitere streng geschützte und seltene Arten wie Feldhamster, Zauneidechse, Wechselkröte, Neuntöter oder Nachtreiher dort ein Rückzugsgebiet gefunden. Ein wertvolles Naturjuwel, wo es vieles zu entdecken gibt, erwartet Sie!

Machen Sie sich auch selbst ein Bild von den inakzeptablen, weit verstreuten Ausgleichsflächen, auf die man die streng geschützten Ziesel absiedeln will.

 

Wann: Samstag, 15. Juni 2013, 15:00 Uhr

Wo: Johann-Orth-Platz, 1210 Wien (Ecke Inge-Konradi-Gasse/Weilandgasse)

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Der Treffpunkt befindet sich nahe der Endstation der Straßenbahnlinie 31. Vor und nach der Ziesel-Wanderung ist für ihr leibliches Wohl gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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