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Die große Ziesel-Kolonie beim Wiener Heeresspital ist nach wie vor durch ein Bauprojekt massiv gefährdet. Ca. 1.000 Wohnungen sollen im Lebensraum der Tiere errichtet werden und das obwohl die Ziesel an erster Stelle der Roten Liste in Österreich stehen.

Die Bürgerinitiative IGL-Marchfeldkanal setzt sich jetzt für diese Ziesel ein und fordert die Umwidmung der Habitatsflächen in ein Naturschutzgebiet. Das Sammeln von Unterstützungserklärungen ist indes schon sensationell angelaufen!

Was bisher (nicht) geschah

Das in 2009 bereits zum Planungszeitpunkt bekannte, dichte Vorkommen der Tiere auf Teilen des Widmungsgebiets blieb in der Flächenwidmung unberücksichtigt. Auch in der Folge, als sich die Hinweise auf die fortgeschrittene Verbreitung der Ziesel auf umliegende Flächen mehrten, wurden keine wirksamen Maßnahmen zum Schutz der Tiere gesetzt.

Als schließlich heuer im Juni erste Medien vom bedrohten Ziesel-Vorkommen beim Heeresspital berichteten, wurde leider zugleich auch ein unrühmlicher Tiefpunkt im Umgang mit den wehrlosen Tieren erreicht. Trotz des strengen Schutzes, den die Ziesel nach dem Naturschutzgesetz am gesamten Stadtgebiet genießen, sollte die gesamte Brache nördlich des Heeresspitals, zu ungewöhnlicher Jahreszeit, gepflügt werden.

Diese für die „prioritär bedeutenden“ Ziesel fatale Aktion, welche die Vernichtung des Lebensraums und damit der Existenzgrundlage der Tiere bedeutet hätte, konnte erst durch die Intervention von beherzten Tierschützern und Anrainern verhindert werden. Tatkräftige Unterstützung kam insbesondere auch von Madeleine Petrovic, der Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. Mehr Infos dazu finden Sie in der „Tierfreund“-Sommerausgabe auf Seite 13.

Pro Naturschutz

Wien will auch künftig seinen Ruf als Hauptstadt des Tierschutzes wahren. Daher darf sich in unserer Stadt Artenschutz nicht auf das Administrieren von Statistiken beschränken. Vielmehr ist es aufgrund der Ereignis-Chronologie rund um die Ziesel beim Heeresspital nun hoch an der Zeit, wirksame Schritte zu deren Schutz zu setzen.

In Anbetracht des akuten Gefährdungszustands der Ziesel in Österreich, versteht es sich von selbst, dass weitere Experimente mit den Tieren schlicht unverantwortlich und daher abzulehnen sind. Die Tiere müssen, so wie es auch das Wiener Naturschutzgesetz vorsieht, dort geschützt werden, wo sie leben.

Zudem haben neben den Ziesel weitere geschützte Tiere wie Feldhamster, geschützte Fledermausarten und geschützte Vogelarten in diesem Areal ihren Lebensraum und unterstreichen so eindrucksvoll dessen hohe ökologische Bedeutung.

Die IGL-Marchfeldkanal tritt daher für eine Widmung der Flächen nördlich und südlich des Heeresspitals, sowie der Grünflächen am Heeresspitals-Gelände, in ein Naturschutzgebiet ein. Es soll jene Form von Naturschutzgebiet verfügt werden, die am besten geeignet ist, den Schutz und die Förderung der Ziesel nachhaltig zu gewährleisten. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand wäre ein Natura 2000 Gebiet gemäß der EU-FFH-Richtlinie eine geeignete Option.

Informations- und Unterschriftenaktion

Wir engagieren uns nun mit ganzer Kraft für das notwendige Naturschutzgebiet beim Heeresspital. Dazu verteilen wir Informationsmaterial und sammeln Unterstützungserklärungen der Bürgerinnen und Bürgern.

Zu unserer großen Freude ist die Aktion bereits sehr gut angelaufen. Die bereits beachtliche Zahl an Unterschriften und die vielen positiven Begegnungen schon nach wenigen Tagen sind wirklich überwältigend!

Helfen Sie mit!

Unterschreiben Sie für ein Naturschutzgebiet zum Schutz der Ziesel beim Heeresspital und sammeln auch Sie Unterstützungserklärungen! Laden Sie dazu das Formular von unserer Homepage herunter. Die unterschriebenen Listen können Sie uns entweder persönlich übergeben oder eingescannt per E-Mail zuschicken.

Wenn Sie unsere Flyer verteilen oder auflegen möchten, kontaktieren Sie uns bitte ebenfalls per E-Mail.

Vielen Dank für Ihr aktives Mitwirken!!

Ist das Schicksal der großen Ziesel-Population beim Wiener Heeresspital besiegelt? Obwohl ein von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 beauftragtes Expertengutachten noch gar nicht vorliegt, zeigt ein jetzt im Internet aufgetauchtes Dokument, dass die hochriskante Absiedlung der streng geschützten Tiere eine längst ausgemachte Sache sein dürfte.

Danach wäre der Weg frei für zunächst 1.000 neue Wohnungen nördlich des Heeresspitals. Bei Fortsetzung dieses „kreativen“ Umgangs mit dem Naturschutz, könnten nach Schließung des Heeresspitals dort letztlich bis zu 6.000 Wohnungen im ehemaligen Lebensraum einer streng geschützten Art entstehen.

Schnäppchen-Alarm !

Der entscheidende Hinweis findet sich auf der Webseite der für Kasernen- und Liegenschaftsverkäufe des Bundesheeres verantwortlichen SIVBEG, wo seit Ende August 2011 ein  „preiswertes“ Grundstück (Google-Link) in Wien angeboten wird. Das 16.384 m2 große Areal befindet sich zwischen der Ostgrenze des Heeresspitals und dem Weg entlang des Marchfeldkanals und ist zur Gänze als „Schutzzone Wald – Wiese“ gewidmet. Es ist somit nicht für Wohnbau verwertbar, was sich zusammen mit fehlender Aufschließung und starker Verbuschung im extrem niedrigen Mindestkaufpreis von 130.800 Euro (8 Euro pro m2) niederschlägt. Ein klassischer Ladenhüter?

 

Nein, denn bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, wo der wahre Wert der Fläche liegt. Aufgrund des dichten Buschwerks haben sich dort, im Gegensatz zu den angrenzenden Arealen, noch keine Ziesel ausgebreitet. So scheint das Grundstück geradezu verlockend, um nach dem Roden der Büsche und dem Anbau einer „zieselgerechten“ Kurzrasenvegetation, die „lästig“ gewordenen Nager vom Feld nördlich des Heeresspitals dorthin abzusiedeln.

Entscheidung bereits gefallen ?

In Anbetracht des ungewöhnlichen Offerts drängt sich also die Vermutung auf, dass im Hintergrund bereits Entscheidungen getroffen wurden, um das Projekt nördlich des Heeresspitals, trotz der Ausbreitung der streng geschützten Ziesel, zu Gunsten der Bauwirtschaft zu retten. Ob diese Gespräche jedoch unter der Prämisse einer bestmöglichen Einhaltung des Naturschutzes geführt wurden, sei der Fantasie des Lesers überlassen.

Der Quadratmeterpreis von 8 Euro ist in jedem Fall als verblüffend günstig einzuschätzen. Zwar handelt es sich dabei um einen Mindestpreis, doch wird die Zahl der abgegebenen Gebote wohl überschau bleiben und der erzielte Schnäppchenpreis die Portokasse des Käufers – so ein Glück auch – nicht übermäßig strapazieren. Dass hier womöglich Eigentum der Republik Österreich viel zu billig den Besitzer wechselt, wird keinem der Geschäftspartner den Schlaf zu rauben.

Ziesel-Gutachten: Dead On Arrival ?

Fest steht, das von der MA 22 beauftragte Fachgutachten bezüglich des Ziesel-Vorkommens am und rund um das Heeresspital liegt bis dato nicht vor. Ob diese Expertise schon bei Abgabe de facto obsolet ist, wird sich zeigen, wenn in der Folge das weitere Vorgehen bezüglich des Erhalts der gefährdeten Ziesel-Population publik wird.

Sollte von den Behörden tatsächlich grünes Licht zur völlig unverantwortlichen Absiedlung der Ziesel in den schmalen Streifen entlang des Marchfeldkanals gegeben werden und „rein zufällig“ gerade eine „passende“ Destination zur Hand sein, so wird bei Beobachtern wohl unweigerlich der Eindruck entstehen, dass die Entscheidung auf Drängen von einflussreicher Seite zustande kam und die Vorbereitungen tatsächlich schon seit Wochen im Laufen waren.

Künftig wäre es geradezu makaber, wenn im Internet bei Suche nach „Ziesel“ ein wissenschaftliches Papier auftaucht, das von einer prosperierenden Ziesel-Kolonie beim Heeresspital berichtet, dort jedoch längst nur mehr lebloser Beton anzutreffen ist und bloß ein Straßenschild „Zieselweg“ als stummes Mahnmal an verantwortungslosen Umgang mit Naturschutz erinnert.

FORTSETZUNG FOLGT …

Im Jahr 2009 wurde die heftig diskutierte Flächenwidmung nördlich des Heeresspitals, Grundlage für mehr als 1.000 neue Wohnungen direkt am Marchfeldkanal, in rekordverdächtiger Zeit begutachtet. Wie sich nun gut zwei Jahre später herausstellt, wurde dabei dem Thema Naturschutz, insbesondere den streng geschützten Zieseln am Heeresspital-Gelände, offensichtlich leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Denn in nur zwei Wochen, noch dazu mitten im Urlaubsmonat August, alle Aspekte eines Leitprojektes mit erheblichen Auswirkungen auf Stammersdorf und die Achse Brünnerstraße zu prüfen – das erstaunt schon einigermaßen. So wissen gelernte Bürger, dass die behördliche Bearbeitung weitaus einfacherer Anträge in der Praxis mehr als 14 Tage dauern kann. Auch Floridsdorfer Bezirkspolitiker kritisierten seinerzeit den unnachvollziehbaren Zeitdruck, den sich die Stadtplanung hier selbst auferlegt hatte.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass auch die Anzahl der geplanten 1.000 Wohneinheiten, quantitativ beispielsweise vergleichbar etwa mit dem Wohnpark Donaucity, nach wie vor Gegenstand intensiver Diskussionen ist.

Zieseln am Heeresspitalgelände schon lange bekannt

Wie bereits berichtet, erstreckt sich die neue Flächenwidmung auch zum Teil auf den hinteren Grünbereich des Wiener  Heeresspitals und sieht dort mehrere Wohngebäude vor. Der Ankauf dieser Flächen durch die Bauträger befindet sich derzeit in der Endphase.

Die Existenz einer beachtlich großen Ziesel-Population auf den Gründen des Heeresspitals, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Selbst ehemaligen Grundwehrdienern, deren Präsenzdienst im Heeresspital schon halbe Ewigkeiten zurückliegt, sind die Tiere in Erinnerung geblieben.

Ziesel stehen nach dem Wiener Naturschutzgesetz unter strengem Schutz. Sie genießen im gesamten Wiener Stadtgebiet Lebensraumschutz, was bedeutet, dass jeder Eingriff in deren Lebensraum, der den Fortbestand der Tiere gefährden könnte, strikt untersagt ist.

Daher ist die Frage zu stellen, auf welcher Grundlage es überhaupt möglich war, einen Teil des hinteren Heeresspital-Areals, wo das am meisten vom Aussterben bedrohte Säugetier Österreichs in großer Dichte bekanntermaßen vorkommt, in Bauland umzuwidmen?

Dazu kommt, dass ein schlichter Maschendrahtzaun die Tiere nicht daran hindern kann, auf angrenzende Flächen abzuwandern. So ist letztlich die zwischenzeitliche Besiedlung des brach liegenden Feldes nördlich des Heeresspitals durch die Zieseln nicht überraschend und wäre daher als ein wahrscheinliches Szenario zu berücksichtigen gewesen.

Die Rolle der MA 22

Dass die große Ziesel-Population am Heeresspital der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 im August 2009 noch nicht bekannt war, ist wohl nahezu auszuschließen. Zudem hätte nur einziger Lokalaugenschein vor Ort, bei einer Widmung dieser Größenordnung sicher gängige Praxis, das Faktum ans Tageslicht gebracht. Hingegen scheint es wahrscheinlicher, dass die Einbindung der MA 22 auf ein formal notwendiges Minimum beschränkt war und eine Überprüfung des Plandokuments hinsichtlich Natur- und Artenschutz, wenn überhaupt, nicht im erforderlichen Umfang stattgefunden hat.

Laut Internetseite der MA 22 sind deren Aufgaben in Flächenwidmungsverfahren klar definiert: „Die Wiener  Umweltschutzabteilung (MA 22) ist in das Verfahren zur Erstellung der Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne eingebunden. In diesem – aus mehreren Verfahrensschritten bestehenden – Verfahren überprüft die MA 22 die Übereinstimmung der Planungen mit den Zielen des Umweltschutzes.“

Manche Beobachter fragen sich jedoch, ob die Wiener Umweltschutzabteilung von der Umwidmung überhaupt erst nachträglich erfuhr, als den Zuständigen gemeldet wurde, dass ein Ziesel-Vorkommen nördlich des Heeresspitals durch großflächiges Pflügen in seinem Lebensraum existenziell bedroht wurde.

Die nicht im Einklang mit dem Wiener Naturschutzgesetz stehenden Auswirkungen des Bauprojekts auf die Ziesel-Population am  Heeresspital-Areal und die im Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm „Netzwerk Natur“ ausführlich dokumentierte ökologische Bedeutung des gegenständlichen Widmungsgebietes, hätten wohl die Durchführung einer  strategischen Umweltprüfung  vor Ausarbeitung des Plandokuments als eine vertretbare und sinnvolle Maßnahme gerechtfertigt.

Nun ist die Politik gefordert

Aufgrund der aus Sicht des Artenschutzes gravierenden Mängel in der aktuellen Flächenwidmung nördlich des Heeresspitals, sind nun die politisch Verantwortlichen gefordert. Klar ist: Das Plandokument, welches dichten Wohnbau im Lebensraum der streng geschützten Ziesel vorsieht, ist so nicht realisierbar und bedarf somit einer signifikanten Überarbeitung.

Wir fordern ein vollständiges Neuaufrollen der Flächenwidmung, wo insbesondere sämtliche Naturschutz-relevanten Erfordernisse einfließen. Angesichts der Größe der Ziesel-Population am Heeresspital und der bereits fortgeschrittenen Ausbreitung auf angrenzenden Feldern, dem Vorkommen weiterer geschützter Arten, wie etwa dem Feldhamster und der wertvollen ökologischen Vielfalt im Widmungsgebiet, tritt die IGL-Marchfeldkanal für die Umwandlung des Gebiets in ein EU-Natura-2000-Schutzgebiet ein.

Pro Artenschutz!

Die gegen eine Widmung als Naturschutzgebiet reflexartig vorgebrachte Kritik, wonach Anrainer die streng geschützten Zieseln nur vorschieben um das Bauprojekt nördlich des Heeresspitals zu verhindern, geht natürlich ins Leere.

Einerseits sind die offensichtlichen Defizite der aktuellen Flächenwidmung bezüglich des Artenschutzes, klarerweise nicht von den Bürgern zu verantworten. In Kenntnis der großen Ziesel-Population am Heeresspital-Areal, das zum Teil im Widmungsgebiet liegt, hätte eine detailliertere Naturschutzprüfung schon im Vorfeld viele Probleme und Alternativen aufzeigen können.

Andererseits dokumentiert das Vorgehen in einem ähnlichen Projekt, dass Artenschutz nicht zu Gunsten von Wohnbau zurückzustellen ist. Auf den ehemaligen Radio Austria Gründen in Favoriten war ebenfalls der Fortbestand der dortigen Ziesel-Population, in einem zum Feld nördlich des Heeresspitals vergleichbaren Ausmaß, von einem geplanten Bauvorhaben gefährdet. Durch einen einstimmigen Beschluss im Wiener Gemeinderat wurde jedoch das Areal in ein Naturdenkmal umgewandelt und so der Fortbestand der Tiere in ihrem Lebensraum nachhaltig sichergestellt.

Zieseln! Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Trotz der derzeit hochsommerlichen Temperaturen, kommen die Floridsdorfer Zieseln nicht zur Ruhe. Denn ein Verkauf von ersten für Wohnbau gewidmeten Teilflächen des Wiener Heeresspitals, auf denen pikanterweise auch die streng geschützten Zieseln leben, steht unmittelbar bevor. Ein erster Schritt für einen neuen Großstadtteil mit tausenden Wohnungen am und rund um das Heeresspital-Areal?

Laut Webseite der SIVBEG sollen Gebiete des Heeresspital-Geländes schon bald veräußert werden. Dabei handelt es sich konkret um Teile des hinteren Grünbereichs, die an jenes Feld angrenzen, wo das heftig diskutierte Großwohnbauprojekt „Nördlich des Heeresspitals“ mit fast 1.000 Wohnungen realisiert werden soll. Dort wurde erst kürzlich eine größere Population der vom Aussterben bedrohten und nach dem Wiener Naturschutzgesetz streng geschützten Ziesel entdeckt. Da just zu diesem Zeitpunkt die Landwirtschaft auf dem brachliegenden Acker wieder aufgenommen und die wehrlosen Tiere in ihrem Lebensraum massiv gefährdet wurden, war auch die Anteilnahme in der Bevölkerung und den Medien entsprechend groß.

Ob und in welcher Form eine Bebauung nördlich des Heeresspitals überhaupt stattfinden kann, ist nun völlig offen. Wo Zieseln leben, kann nicht gebaut werden.

Der Kaufvertragsentwurf für die Abtretung der ersten Heeresspitalsgründe kann auf der SIVBEG-Website (Google-Link) öffentlich eingesehen werden. In Summe sollen 2.786 Quadratmeter zu einem Preis von 683.500 EUR den Besitzer wechseln. Das Angebot richtet sich an die Wohnbaugenossenschaften Kabelwerk und Donaucity, denen auch bereits das Nachbargrundstück gehört.

10 Zieseln und ein Feldhase am Gelände des Heeresspitals

10 Zieseln und ein Feldhase am Gelände des Heeresspitals

Dass auf dem Gebiet des Heeresspitals eine sehr große Anzahl der Zieseln lebt, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Kursierende Gerüchte, wonach deren Bestand in den letzter Zeit dort massiv zurückgegangen sein soll, entpuppen sich als völlig haltlos. Wie ein Foto vom Juni 2011 zeigt, herrscht auf den Grünflächen des HSP nach wie vor reges Treiben. Bei genauem Hinsehen können auf dem Schnappschuss erfreulicherweise nicht weniger als 10 (!) Zieseln ausgemacht werden, was auf einen idealen Lebensraum für die Nager hinweist. Es gibt wohl nur mehr sehr wenige Orte in Österreich, wo es gelingt, so viele der scheuen Tiere in freier Natur gemeinsam zu sichten.

Es stellt sich nun jedoch die Frage, warum die Präsenz des am meisten vom Aussterben bedrohten Säugetier Österreichs im Kaufvertragsentwurf mit keiner Silbe erwähnt wird. Dieser naturschutzrelevante Aspekt hat zweifellos erheblichen Einfluss auf den Verbauungswert des Grundstückes.

Wissen wirklich beide Seiten nichts von den Zieseln am Gelände des Heeresspitals? Ist den kolportierten Käufern der Umstand bekannt und greifen sie trotzdem zu? Was passiert dann mit den streng geschützen Zieseln?

Man darf also gespannt sein, ob das Geschäft tatsächlich zustande kommen wird und sich die Genossenschaften Kabelwerk und Donaucity so letztlich noch mehr Zieseln kaufen.

Startschuss für 6.000 Wohnungen?

Klar ist aber auch: Es können weitere Verkäufe von Flächen des Heeresspitals folgen. Entsprechende Medienberichte  über die Schließung des Heeresspitals gibt es ja schon. Insider sprechen von 6.000 Wohneinheiten, die dann in Summe am und um das Gebiet des ehemaligen Wiener Heeresspitals realisiert werden sollen.

Der „Ziesel-Sommerschlussverkauf“ ist also nur die leise Ouvertüre für einen neuen Mega-Stadtteil im Norden Wiens, den jedoch die schon oft versprochene U6-Verlängerung wohl nie erreichen wird.

Wenn in China ein Panda-Reservat zugunsten eines Bauvorhabens abgeholzt werden soll, würde es da nicht zu Recht weltweit aufgeregte Proteste geben?

Was passiert hingegen im westlichen Wien, wo ein strenges Naturschutzgesetz gilt? Wie geht man dort mit einer großen Population der streng geschützten Zieseln um, wenn diese durch ein Wohnbauprojekt gefährdet werden?

Ist es gar so, dass das gezeigte Verständnis für den Artenschutz bei manchen Entscheidungsgewaltigen umso größer ist, je weiter das Problem geografisch entfernt liegt? Und das obwohl das Ziesel die am meisten vom Aussterben bedrohte Säugetierart Österreichs ist?

Der Pflug rückte an

Gleich nach der Entdeckung des Zieselvorkommens nördlich des Wiener Heeresspitals, wurde auf dem bis dahin brach liegenden Feld wieder völlig unvermittelt die Landwirtschaft aufgenommen. Zu unüblicher Jahreszeit, sollte das 7 Hektar große Feld, das zu einem großen Teil  von den Tieren besiedelt ist, gepflügt werden. Nur dem beherzten Einsatz von engagierten Tierschützern, Frau Dr. Madeleine Petrovic (Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins) , dem Verein Vier Pfoten und Floridsdorfer Grünen ist es zu verdanken, dass es zu keiner Naturschutzkatastrophe ersten Ranges gekommen ist.

Pflügen im Juni stellt nach Ansicht von ausgewiesenen Experten zumindest für die Jungtiere eine massive Bedrohung dar. Zudem wäre durch den Umbruch des gesamten Areals mit einem Schlag die Nahrungsgrundlage der Zieseln in den Boden eingearbeitet worden. Man muss kein Tierschützer sein um zu erkennen, dass Nahrungsentzug einen massiven Verstoß gegen den strengen Lebensraumschutz bedeuten würde, den die Tiere am gesamten Wiener Stadtgebiet genießen.

Jener Streifen, wo das Pflügen bedauerlicherweise doch noch stattfand, liegt nun darnieder wie eine kahle Mondlandschaft. Dort wurden seit diesem rabenschwarzen Tag auch keine Ziesel und Zieselbauten mehr gesichtet.

Schutzzone beschlossen

Medienberichte in Krone, Kurier und im ORF haben schließlich doch bewirkt, dass im Wiener Gemeinderat eilig eine Schutzzone für die Ziesel beschlossen wurde.

Der Haken an dem Beschluss ist jedoch, dass dort bereits zuvor eine Schutzzonenwidmung bestand und der als Refugium für die Tiere gedachte Streifen zudem direkt am Weg neben dem Marchfeldkanal anliegt, wo ständig Fußgängern, Joggern, Radfahrern und Hunde vorbei kommen. Dementsprechend haben sich die scheuen Tiere dort auch nicht angesiedelt. Der Schutzzonenbeschluss schützt somit nur die bestehende Schutzzone und kann daher nur als ein allererster Schritt verstanden werden.

MA22 beauftragt Expertise

Die streng geschützten Ziesel nördlich des Heeresspitals genießen derzeit eine kurze Ruhepause. Wie die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung Frau Dr. Büchl-Krammerstätter bestätigt, lässt die MA22 von Experten den Bestand an Zieseln und Feldhamstern am Feld nördlich des Heeressspitals sowie an angrenzenden Flächen erheben. Für die Dauer der Untersuchung, die bis Ende Juli 2011 abgeschlossen sein soll, wurden alle landwirtschaftlichen Aktivitäten eingestellt.

Die Resultate sollen laut MA22 als Entscheidungsgrundlage dienen, ob und in welcher Form die Landwirtschaft auf dem Feld wieder aufgenommen werden darf. Daraüber hinaus sollen laut Frau Dr. Büchl-Krammerstätter durch ein beauftragtes Monitoring Daten bezüglich der Zieselpopulation erhoben werden, die insbesondere für den Fall, dass die derzeitige Bauland-Widmung aufrecht bleibt, von Bedeutung sind.

Prof. Frey bestätigt großes Zieselvorkommen und Bedenken der Naturschützer

Parallel dazu wurde auch von der IGL-Marchfeldkanal eine Bestandserhebung der Ziesel- und Feldhamsterbauten am betroffenen Feld durchgeführt. Dabei zeigte sich schnell, dass die Population der vom Aussterben bedrohten Tiere weit größer ist, als zunächst von amtlicher Seite angenommen. Mehr als 120 mögliche Ziesel-Erdlöcher wurden dabei mitsamt GPS-Koordinaten erfasst und mitsamt Fotodokumentation den Behörden übermittelt.

Herr Univ.-Prof. Dr. Hans Frey von der veterinärmedizinischen Universität Wien, hat freundlicher Weise das Ziesel-Areal gemeinsam mit der IGL-Marchfeldkanal besichtigt und die Beobachtungen inhaltlich bestätigt. Der renommierte Wissenschaftler gestattete uns seine im Anschluss an die Begehung verfasste Stellungnahme zu publizieren:

 Anläßlich einer Begehung des zur Diskussion stehenden Areals am Marchfeldkanal am 01.07.11 konnte folgender Befund erhoben werden:

Bei der Begehung, die sich über zwei Stunden erstreckte, wurde das ganze Feld in meanderförmigen Linien systematisch auf der Suche nach Baueingängen von Zieseln oder Hamstern begangen. Besonders sorgfältig wurde ein bereits umgepflügter, an die Wohnsiedlung angrenzender streifenförmiger Teil nach Ziesel- oder Hamsterspuren abgesucht.

Außer einem offensichtlich durch das Pflügen zerstörten Zieselnest, konnten keinerlei Hinweise mehr auf Nestanlagen oder Aktivitäten der betroffenen Nagerarten festgestellt werden. Nach den Erhebungen der Interessensgruppe befand sich vor dem Pflügen hier eine größere Ansammlung von Zieselbauten.  Am Freitag waren direkt angrenzend am nicht gepflügten Areal einzelne aktive Zieselbauten, NICHT frisch angelegt, sondern offensichtlich ein Randteil der ursprünglichen Teilkolonie, die vor dem Pflügen dort bestand.

Die Begehung des ganzen ungepflügten Feldanteils ergab die Existenz von weiteren, z.T. sehr kopfstarken Zieselkolonien, die hinsichtlich ihrer Lage mit den dokumentierten Erhebungen der Interessensgruppe übereinstimmen, weiters mehrere Fallröhren mit größerem Durchmesser, die auf die Anwesenheit von Feldhamstern hinweisen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass im betroffenen Areal keineswegs nur Einzelvorkommen der gefährdeten Arten Ziesel und Hamster existieren (in der Stellungnahme  der MA 22 zitiert sind 5 Bauten), sondern vitale und kopfstarke Zieselkolonien, sowie mehrere Hamsterbauten. Pflügen zu dieser Jahreszeit hat ohne jeden Zweifel verheerende Auswirkungen einerseits durch direkte mechanische Einwirkung die zu Verletzungen, Tötungen der Nager und Verschüttung von tiefer angelegten Bauten führt, andererseits zum gänzlichen Entzug der essentiellen Lebensgrundlagen der eventuell überlebenden Individuen. Es wird deshalb dringend empfohlen das weitere Pflügen bis zu einer tier- und naturschutzgerechten Lösung des Problems einzustellen.

Der Schutz der Ziesel muss Priorität haben!

Die Bürgerinitiative IGL-Marchfeldkanal wird sich selbstverständlich auch weiterhin intensiv für die Zieseln beim Heeresspital einsetzen. Der strenge Lebensraumschutz, der für die stark gefährdeten Tiere im Wiener Naturschutzgesetz am gesamten Stadtgebiet gilt, darf nicht nur selektiv ausgelegt werden.

Brennende Umweltschutzthemen unserer Zeit wie Biodiversität, denen sich auch die Republik Österreich verschrieben hat, dürfen nicht zu leeren Worthülsen verkommen, sondern müssen von Politik und natürlich auch uns Bürgern mit Leben gefüllt werden.

Neugieriges Ziesel

Ein neugieriges Ziesel sah beim Foto-Shooting interessiert zu.

Am Sonntag den 26.6.2011 erscheint im Kurier der Artikel über unsere Zieseln nördlich des Heeresspitals. Wir freuen uns wirklich sehr, dass es gelungen ist, nach der Kronen-Zeitung, ein zweites österreichweit erscheinendes Medium auf die überaus ernste Lage der vom Aussterben bedrohten Tiere hier vor Ort aufmerksam zu machen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Euch ganz herzlich bedanken, dass ihr so zahlreich zum Foto-Shooting gekommen seid. Ihr wart wirklich super!  Wir haben durch unser gemeinsames Auftreten deutlich signalisiert, dass über wehrlose Tiere nicht einfach drüber gefahren werden darf!

Wir alle, aber insbesondere auch die Politik, tragen Verantwortung für den Erhalt und Schutz unserer Umwelt und wollen auch kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten hinterlassen. Naturschutz muss ohne Kompromisse tagtäglich gelebt werden und darf nicht nur auf geduldigem Papier vor sich hintümpeln!

In der heutigen Kronen-Zeitung vom 25.6.2011 bezieht dazu auch Frau Maggie Entenfellner eindeutig Stellung. In ihrer Tierecken-Kolumne auf Seite 53 kritisiert sie, dass Bauprojekte Vorrang vor Naturschutz haben und führt als Beispiel auch die Zieseln beim Heeresspital an, die 950 Wohnungen weichen sollen.

Auf FACEBOOK existiert schon längere Zeit eine eigene Gruppe, wo über das Thema heiß diskutiert wird. Macht mit!

Frau Dr. Madeleine Petrovic hat uns gestattet, das Schreiben, das sie in ihrer Funktion als Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins am Mittwoch, den 22.6.2011, an die Wiener MA 22 geschickt hat, zu publizieren. Darin wird eindringlich auf die Gefährdung der Zieseln am Feld nördlich des Heeresspitals durch die landwirtschaftlichen Arbeiten hingewiesen.

Wir danken Frau Dr. Petrovic für ihre rasche und entschlossene Intervention zum Wohle der vom Aussterben bedrohten Zieseln!

Sehr geehrter Herr Dr. XXXXXXXX!

Auf den Feldern nördlich des Heeresspitals in 1210 Wien befinden sich erwiesenermaßen Populationen von Feldhamstern und Zieseln. Wie wir von unterschiedlichen Personen erfahren haben, soll diese Fläche verbaut werden und zuvor, also jetzt, umgepflügt werden. Diese Vorgangsweise hat KEINEN landwirtschaftlichen Sinn, sondern dient offenbar nur dazu, ein allfälliges nationales Naturschutzverfahren von Vornherein zu vereiteln!

 Nach der Richtlinie 92/43/EWG (“”FFH-Richtlinie”) sind beide Tierarten geschützt.

 –        Das Ziesel (Spermophilus citellus) ist in Anhang II (Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen) der FFH-Richtlinie gelistet.

–        Der Feldhamster (Cricetus cricetus) steht in Anhang IV (Streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse).

 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/consleg/1992/L/01992L0043-20070101-de.pdf

 Eine Verbauung der Felder steht also im Widerspruch zur Richtlinie 92/43/EWG und würde den Fortbestand der Ziesel- und Feldhamsterpopulationen massiv gefährden!

Überdies wäre mit einer qualvollen Tötung der Jungtiere bzw. der gesamten Ziesel- und Feldhamsterpopulation zu rechnen, was jedenfalls mit GERICHTLICHEN Strafdrohungen sanktioniert ist.

Unserem Rechtsverständnis nach muss daher vor Baubeginn ein entsprechendes Verfahren gemäß Naturschutzgesetz eingeleitet werden, an dessen Ende wohl nur eine Umwidmung der Fläche zum Schutzgebiet stehen kann.

Was derzeit geschieht, nämlich das Mähen der Felder mittels Traktor und das anschließende Pflügen erscheint uns sehr sonderbar. Zum einen: Was wird im Juni (!) ausgesät? Zum Anderen: Das Bestellen der Felder ruiniert die Bauten von Hamster und Ziesel und gefährdet vor allem das Leben vieler Jungtiere! Das ist KEINE landwirtschaftliche Maßnahme, sondern die brutale Durchsetzung von ökonomischen Profit-Interessen.

Der Anschein zwingt sich auf, dass vollendete Tatsachen hergestellt werden sollen: Wo es keine Feldhamster und Ziesel mehr gibt, muss auch kein Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Eine Vorgangsweise, die ein schlechtes Licht auf alle beteiligten Ämter und Behörden werfen würde.

Wenn wissentlich geschützte Jungtiere dem qualvollen Tod preisgegeben werden, um ökonomische Interessen „durchzudrücken“, ist das Einschreiten der zuständigen Behörden dringend geboten, da ansonsten möglicher Weise auch Amtsdelikte verwirklicht werden könnten.

Seitens des Wiener Tierschutzvereins ersuche ich daher DRINGEND und mit rechtlichem Nachdruck alles zu tun, um den geschützten Tierbestand auf den Feldern um das Heeresspital in Wien 21 nicht zu gefährden.

Mit besten Grüßen und mit der Bitte um Kontaktaufnahme

Dr. Madeleine Petrovic

Präsidentin Wiener Tierschutzverein

In den letzten Wochen hat sich herausgestellt, dass Ziesel und Feldhamster auf den Feldern nördlich des Wiener Heeresspitals leben. Die Ziesel wurden schon mehrmals von verschiedenen Anrainern gesichtet. Wie ihr im Bild sehen könnt, ließ sich sogar eines fotografieren.

Das Vorkommen von Zieseln und Feldhamstern ist für benachbarte Gebiete bereits dokumentiert. Zum Beispiel kann man die am Heeresspital-Areal lebenden Ziesel hören und beobachten, wie sie sich dort zwischen Löchern tummeln.

Bei den Zieseln und Feldhamstern handelt es sich um Arten, die nach dem Wiener Naturschutzgesetz unter STRENGEM Schutz stehen. Das Ziesel – es steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten – gilt laut östereichischem Umweltdachverband als das am meisten bedrohte Säugetier Österreichs. Es genießt in Wien zudem Lebensraumschutz und ist laut der Wiener Naturschutzverordnung auch als prioritär bedeutend eingestuft.

Die MA22 (Wiener Umweltabteilung), die von Anrainern über die Zieselvorkommen verständigt wurde, hat sich mittlerweile das Feld nördlich des Heeresspitals fachkundig angesehen. Die Experten gelangten zu dem Schluss, dass hier tatsächlich Ziesel bzw. Feldhamster leben dürften. In der Folge wird die MA22 nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das Bauprojekt nördlich des Heeresspitals in die Wege leiten.

Der Schutz bedrohter Arten war und ist den Verantwortlichen der Stadtregierung ein großes Anliegen. Wenn die UVP zum Ergebnis hat, dass durch das Projekt der Lebensraum bedrohter Arten beeinträchtigt wird, müssen entsprechende Schritte zum Wohle der Tiere gesetzt werden. Unter anderem kommen Umsiedlungen oder spezielle Berücksichtigung in der Grünanlagengestaltung als mögliche Maßnahmen in Frage. Beides könnte sich in der Praxis jedoch als schwierig erweisen. Ersteres, weil die Umsiedlung auf geeignete Ausgleichsflächen für die Tiere nicht frei von Risiken ist und zweiteres, weil die angestrebte Verbauungsdichte dazu nur wenig Spielraum bietet.

Es gab aber auch schon Projekte in Wien, wo im Interesse des Artenschutzes von einer Bebauung des betroffenen Gebiets gänzlich Abstand genommen wurde. Als Beispiel seien die ehemaligen Radio Austria Gründe im 10. Bezirk genannt, wo im Jahr 2005 eine Wohnanlage aufgrund der dort lebenden Ziesel nicht errichtet wurde, sondern das Areal in der Folge in einem Allparteien-Konsens zum Naturdenkmal erklärt wurde.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind natürlich alle Spekulationen über mögliche Auswirkungen auf das Bauprojekt nördlich des Heeresspitals verfrüht. Wir werden die UVP mitverfolgen und Euch am laufenden halten.

Für nähere Infos über Ziesel und Feldhamster und deren spezifische Situation in Wien, sucht im Internet nach „Ziesel Wien“ oder „Feldhamster Wien“. Ihr werdet dazu viel an hochinteressanter  Lektüre finden. Einige ausgewählte Links findet Ihr unten.

An dieser Stelle  zwei  Bitten:

  • Die meisten von uns sind nach Stammersdorf gezogen, um hier ein naturverbundenes Leben am Stadtrand genießen zu können. Quasi als Nachbarn der vom Aussterben bedrohten Ziesel und Feldhamster, liegt es also auch an uns, dass sie sich hier bei uns wohl fühlen. Darum sollten wir die Tiere so wenig wie möglich in ihrem Lebensraum stören. Bitte achtet daher auch auf Eure Hunde und Katzen.
  • Wir freuen uns über Fotos, die die Tiere hier bei uns zeigen, aber appellieren in deren Interesse zugleich auch eindringlich, ihr Ruhebedürfnis zu respektieren.

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